Sehr selten kommt es zu Kalkeinlagerungen in der Muskulatur, die eine Bewegungseinschränkung oder Beschwerden verursachen können.
Wird das künstliche Kniegelenk vernünftig be- und nicht überlastet und besteht eine gute muskuläre Führung sowie ein fester Knochen, kann man eine lange Haltbarkeit des künstlichen Gelenkes erwarten. Erfahrungsgemäß ist die Zufriedenheit der Patienten mit ihrem neuen Kniegelenk auch nach Jahren noch hoch.
Sollte es zu einer frühzeitigen Lockerung der Prothese kommen, wird ein Prothesenwechsel notwendig. Dieser ist leichter durchzuführen, wenn das verwendete Prothesensystem nach dem Baukastenprinzip (Modulares System) aufgebaut ist. So muss oft nur ein Prothesenteil ersetzt werden oder eine erweiterte Prothese eingesetzt werden. Allerdings ist der Wechsel eines künstlichen Gelenkes mit einem größeren Risiko behaftet als die Erstimplantation.
Um eine Prothesenlockerung rechtzeitig zu erkennen, sind vor allem regelmäßige Untersuchungen und Röntgenkontrollen erforderlich.
Da nicht vorgeschädigter Knochen die Einwachschancen für das zweite künstliche Kniegelenk deutlich verbessert, sollte eine Wechseloperation rechtzeitig vorgenommen werden.
Sie sollten die Risiken nicht überbewerten, aber über sie informiert sein. Eine potentielle Gefahr für ein künstliches Knie stellt die Infektion des Kunstgelenkes dar. Vorbeugend kann daher vor und in manchen Fällen nach der Operation Antibiotika verabreicht werden.
Sollte es durch einen Unfall zu einem Bruch eines Knochens im Bereich des Kniegelenkes kommen, suchen Sie möglichst eine Klinik auf, die Erfahrung mit Knieprothesen hat und am besten auch eine, die das bei Ihnen eingesetzte System verwendet. Deshalb tragen Sie Ihren Endoprothesenpass immer bei sich.
