Rekonstruktion mit Fingerspitzengefühl

 
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Beim Wirbelköperersatz gilt es, die Höhe möglichst exakt wiederherzustellen, ohne dabei die angrenzenden Vertebrae übermäßig zu belasten. Das erreicht der X-Mesh™ Expandable Cage mit einem neuen technologischen Konzept: Der Operateur erhält beim Aufspreizen des Cages in situ ein taktiles Feedback und spürt so genau, wann die nötige Ausdehnung des Konstrukts erreicht ist. Das Implantat lässt sich sowohl vor als auch nach dem Einbringen mit Knochengrafts oder Zement befüllen. Als einziges Produkt seiner Art steht es in spezifischen Versionen für unterschiedliche Zugänge zur Verfügung.

Drei unterschiedliche Designvarianten erlauben dem Operateur, ein Implantat zu wählen, das genau auf den gewählten Zugang abgestimmt ist: anterior, anterolateral oder posterior. Die Ansatzpunkte des anterioren Implantats für das Instrumentarium sind mit einem Offset von 45 Grad angebracht. So werden beim Einbringen die wichtigen Gefäße geschont. Sein Graft-Fenster ist so ausgerichtet, dass es durch einen ALIF- Zugang befüllt werden kann. Beim posterioren Implantat haben die Endplatten verringerte Außenmaße, damit eine Beeinträchtigung des Rückenmarks beim Einbringen vermieden werden kann.

Alle Cages erlauben mit ihrer offenen Architektur einen umfassenden Knocheneinwuchs. Große Graftfenster machen zudem das Befüllen mit Knochenmaterial oder Zement sehr leicht. Für das Befüllen vor dem Einbringen steht ein Füllblock zur Verfügung, der die Handschuhe des OP-Personals vor der Perforation durch die Endplattenspitzen schützt und eine starke Verdichtung des Füllmaterials ermöglicht. Die Spitzen sorgen zusammen mit der genau eingestellten Aufspreizung für eine sofortige stabile Verankerung.

Der X-Mesh™ Expandable Cage kann für die Versorgung der thorakolumbaren Wirbelsäule von T1 bis L5 eingesetzt werden. Das System bietet eine breite Palette von Größen und Endplattenmaßen, mit Lordose- und Kyphose-Optionen, die eine anatomiegerechte Abstützung in praktisch allen Fällen erlauben. Zum eigens entwickelten Instrumentarium gehört unter anderem ein Einbring- und Aufspreizinstrument mit Pistolengriff, das eine sehr feinfühlige kontinuierliche Aufspreizung und die taktile Bestimmung der richtigen Konstrukthöhe ermöglicht.